Auguste Herbin

 
deutsch english

Henri Matisse
"Espagnole à la Mantille"
7.000 €
Detailansicht

Henri Matisse - Nu assis, chevelure claire
Henri Matisse
"Nu assis, chevelure claire"
6.000 €
Detailansicht

Georges                        Rouault                                                      - La Baie de Tréspassés
Georges Rouault
"La Baie de Tréspassés "
2.070 €
Detailansicht

Maurice de                     Vlaminck                                                     - Le carrefour de Sotteville-lès-Rouen
Maurice de Vlaminck
"Le carrefour de Sotteville-lès-Rouen "
840 €
Detailansicht

Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Auguste Herbin

Quiévy 1882
- Paris 1960


Am 29. April 1882 kommt Auguste Herbin als Sohn einer Handwerkerfamilie in einem kleinen Dorf an der belgischen Grenze zur Welt. Dementsprechend ist auch die Malerei des Nordfranzosen von betont handwerklicher Qualität. Ab 1900 besucht der Künstler die École des Beaux Arts in Lille, bevor Herbin sich in Paris niederlässt, wo er sich zunächst den Impressionisten, dann den Fauves anschließt. Herbin setzt sich, als Ateliernachbar von Braque und Picasso, auch mit dem Kubismus auseinander, so dass ab 1913 erste kubistisch inspirierte Bilder entstehen. Ab 1917 führt dies zu einer ungegenständlichen, geometrischen Phase, die sich zunehmend - mit Ausnahme einer Unterbrechung im Jahr 1922, als der Maler kurzzeitig wieder zur gegenständlichen Darstellungsweise zurückkehrt - in Richtung Konstruktivismus entwickelt. Auguste Herbin wird 1929 Mitbegründer des "Salon des Surindépendants", zwei Jahre später ruft er, u.a. zusammen mit Vantongerloo, mit dem er bis 1937 den Almanach der Gruppe herausgibt, die Künstler-Vereinigung "Abstraction-Création" ins Leben. Auguste Herbin ist nach dem Krieg Mitbegründer und Vizepräsident, ab 1955 schließlich Präsident des "Salon des Réalités Nouvelles". Ab 1938 führt die Beschäftigung mit dem italienischen Trecento Herbin zu einer konkreten Malerei mit strengem Flächenprinzip und einfachen geometrischen Formen. 1946 entwickelt der Künstler als Fundament des Bildaufbaus das "alphabet plastique", ein Kompositionssystem, das auf der Struktur der Buchstaben beruht. In seiner Schrift "L'art non-figuratif non-objectif" von 1949 legt Herbin dies, sowie seine Farbtheorien, die er zum Teil von Goethes Farbenlehre ableitet, dar. Herbin muss aufgrund einer halbseitigen Körperlähmung ab 1953 lernen, mit der linken Hand zu malen. Die für Herbins Malerei charakteristische architektonische Gesinnung und seine koloristischen Qualitäten eröffnen bereits seinem Vorkriegswerk eine breite Anerkennung auf internationaler Ebene, die auch nach dem Krieg ihre Fortsetzung findet. Zwischen 1955 und 1972 sind Auguste Herbins Arbeiten auf der documenta I, II und V zu sehen. Auf einer großen Ausstellung im Guggenheim Museum, New York ist der Künstler 1979 vertreten. 1987 werden Arbeiten in Düsseldorf in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen bei der Ausstellung "Positionen unabhängiger Kunst in Europa um 1937" gezeigt. Auguste Herbin stirbt am 31. Januar 1960 in Paris. Durch sein plötzliches Ableben bleibt ein Bild unvollendet - es heißt "Fin".